über genovien
Genovien liegt zentral zwischen fünf Nachbarstaaten und ist über die Autobahn A7 an eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Achsen angebunden. Diese Lage erklärt, warum alle Nachbarn ein Interesse an einem stabilen und gut angebundenen Genovien haben – aber jeder auf seine eigene Art.
Das Gebiet, das heute Genovien bildet, war über Jahrhunderte ein dünn besiedelter Landstrich zwischen mehreren größeren Nachbarstaaten – dichte Wälder im Westen, ein schwer zugängliches Gebirge im Osten, dazwischen ein fruchtbares, aber immer wieder umstrittenes Kernland entlang der heutigen Nord-Süd-Achse. Keiner der Nachbarstaaten konnte sich über Generationen hinweg dauerhaft durchsetzen, und keiner wollte auf seinen Anspruch verzichten. So blieb die Region ein Grenzstreifen ohne eigene Verwaltung, ohne feste Städte und mit kaum ständiger Bevölkerung.
Vor rund fünfzehn Jahren änderte sich die Ausgangslage grundlegend: Geologische Untersuchungen im Karbachgebirge wiesen bedeutende Vorkommen an Lithium und Seltenen Erden nach – Rohstoffe, die für Batterien, Elektronik und Zukunftstechnologien entscheidend sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Region über dem Klarsee eines der größten unberührten Trinkwasserreservoirs Mitteleuropas verfügt. Und schließlich verläuft durch das Gebiet die kürzeste befestigte Nord-Süd-Verbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Skandavia im Norden und Adria im Süden.
Damit war aus einem vernachlässigten Grenzgebiet über Nacht eine der wirtschaftlich und strategisch wertvollsten Regionen Mitteleuropas geworden – was den alten Streit zwischen den Nachbarstaaten neu entfachte. Um eine offene Auseinandersetzung zu vermeiden und gleichzeitig niemandem einen einseitigen Vorteil zu verschaffen, einigten sich die fünf angrenzenden Staaten – Caldora, Aurelien, Valtria, Solara und Rheinfeld – nach jahrelangen Verhandlungen auf eine dritte Lösung: Das Gebiet wurde durch internationalen Vertrag als eigenständige, neutrale Republik anerkannt. Keiner der Nachbarn bekommt das Land – aber alle behalten wirtschaftliche und infrastrukturelle Interessen daran.
Weil die Region historisch kaum besiedelt war, gab es bei der Staatsgründung praktisch keine einheimische Bevölkerung. Genovien ist damit ein Sonderfall: ein international anerkannter, ressourcenreicher Staat, der seine Bevölkerung erst noch bekommen muss. Seit acht Monaten kann die genovische Staatsbürgerschaft weltweit beantragt werden – das Interesse ist mit über 900.000 Anträgen überwältigend groß.